21. August 2019

Was ist eigentlich Gärtnern? 

Schulgarten webStadtteilschule führt Kinder an die Natur heran.

Barmbek Gurke, Karotte und Tomate kennen viele Kinder nur noch aus dem Supermarkt. Einige Schulen wollen das ändern und haben wieder einen Schulgarten, beziehungsweise einen Gemüsegarten. 

Von Corinna Chateaubourg

Die Helmuth Hübener Stadtteilschule in Barmbek ist eine AckerSchule. AckerSchule? Genau, die Schule verfügt seit diesem Jahr über einen Gemüseacker (früher nannte das man wohl Schulgarten) und bringt Kindern bei, was eigentlich Gärtnern ist. In Zusammenarbeit mit der GemüseAckerdemie organisierten Swenja Scheel und Renya Brockmann, Klassenlehrerinnen der Ganztagsklasse 5c an der Helmuth Hübener Stadtteilschule in Barmbek, zunächst eine Fläche, dann tonnenweise Erde und jetzt einmal die Woche eine Stunde Ackerkunde. 

Bis zu den Ellenbogen versinken manche Kinder beim Buddeln und Pflanzen in der Erde. Zweimal 18 Kubikmeter Erde wurden eigens für den Gemüseacker aufgeschüttet. Eigene Rote Beete, Mangold und eben Gurken, Karotten oder Tomaten anzupflanzen, zu pflegen und dann zu ernten, sei für die Kinder super interessant, sagt Brockmann. „Zu beobachten, mit welcher Freude auch die Kinder der Nachbarklassen dabei geholfen haben, den Acker einzurichten, macht sehr viel Spaß.“

Vergangene Woche stand die zweite Pflanzung im Jahr auf dem Programm. Insgesamt dreimal pro Jahr rücken die Ackercoaches und Ackerhelfer von der GemüseAckerdemie an, um den Kindern der 5c bei der „Arbeit“ zu helfen und sie anzuleiten. Seit 2009 ist Ackerhelferin Kristina Brümmer aus Barmbek mit dabei. Die ehemalige PR Managerin findet ihr Ehrenamt, für das eine geringe Aufwandsentschädigung gezahlt wird, richtig gut. „Ich finde es faszinierend den Kindern dabei zu helfen, zu lernen woher ihre Nahrung eigentlich kommt.“

Über ein Urban Gardening Projekt in Altona ist eine weitere Helferin zur GemüseAkademie gekommen. Als Ausgleich zum Job am Computer ist es für mich vor allem wichtig zu lernen, wie man sich selbst ohne große Kosten versorgen kann und Verantwortung zu übernehmen.“

Weitere Ehrenamtliche sind herzlich willkommen.

                                                                                                                                            

 

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